Mobile Strategies at Zalando – Nuzhat Naweed und Dominik Rief

Heutzutage besteht bei vielen Menschen die erste und letzte Tätigkeit am Tag darin, einen Blick auf ihr Smartphone zu werfen. Sei es um Nachrichten zu checken, sich durch diverse Newsfeeds zu scrollen oder sich auf Shopping-Portalen umzusehen und bestenfalls darauf einzukaufen. Dass Verbraucher in so vielen verschiedenen Situationen und Kontexten immer online sind, machte sich auch Zalando zu Nutzen. Im Vortrag der K5 2016 geben Nuzhat Naweed und Dominik Rief Einblicke, wie Zalando mit Mobile Strategies das Business optimiert hat. Im Fokus steht dabei immer der Kunde.

 

Wieso mobile?

Warum also beim Online-Shopping auf Mobile Strategies setzen? Die Antwort ist so simpel wie genial: Wer durchschnittlich 85 Mal am Tag zum Handy greift, liefert viele Kontaktpunkte. Schließlich müssen Produkte dort vermarktet werden, wo sich Leute oft und lange aufhalten. Und das ist eben mobile. Für Zalando hat diese “mobile connectedness” auch die Denkweise darüber geändert, wie man als Shopping-Plattform für Fashion seine Kunden mit einbinden und ihnen besondere Shopping-Erlebnisse garantieren kann.

 

Die Content-Relevanz

Vor gut einem Jahr liefen auf Zalando sämtliche Inhalte ausschließlich über den Desktop. Zwar wurde etwas Content auf die damalige mobile App übertragen, das brachte jedoch nicht die gewünschte Performance. Daher wurde die neue App mit dem Gedanken entwickelt und designed, dem Nutzer ständig spannende und einprägsame Inhalte zu bieten. Die Content-Einspielung wurde erhöht und erweitert: anstelle von statischen Bildern wurde auf Video- und Lookbook-Formate gesetzt. Diese ermöglichen es den Fashion-Inhalt in gut verwertbaren “Informationshäppchen” zu präsentieren, die den Kunden und User dazu animieren, täglich die App zu nutzen.
Zudem hat Zalando mittlerweile Departments eingerichtet, die regelmäßig für neue auffällige Inhalte sorgen, die sich anhand ihrer Aufbereitung auch mobil wunderbar darstellen lassen.

 

Kundennähe durch Personalsierung

Um dem Nutzer so viel spannenden Content wie möglich zu liefern, setzen die Entwickler von Zalando auch auf den Aspekt der Personalisierung innerhalb der gesamten App und nicht nur in einzelnen Features. Im best case sollte also jeder Nutzer individuelle Angebote, die für ihn relevant sind, in seinem App-Feed aufgezeigt bekommen. Wie lassen sich derartige Personalisierungen innerhalb der App erreichen? Tatsächlich trägt der Kunde selbst durch die bloße App-Nutzung dazu bei. Jeder Klick, alles, was der Kunde sich auf die Wunschliste setzt, fließt in den Algorithmus ein, der dafür sorgt, dass dem Kunden nur relevante Inhalte angezeigt und für ihn interessante Artikel vorgeschlagen werden. So muss dieser sich am Ende nicht durch über 1000 verschiedene Produkte scrollen, bis er etwas gefunden hat, das ihm gefällt.

Zalando wird sich als Unternehmen nicht nachsagen lassen können, dass es nicht mit der benötigten Leidenschaft und Motivation hinter allem steht, was das mobile Thema betrifft. Intern war es Zalando möglich, aus sämtlichen Departments (Product Teams, Marketing, IT etc.) ein großes Team zu bilden und somit den Schwerpunkt noch mehr auf mobile Strategien zu legen. Immer dabei die Fragen im Hintergrund: “Welchen Nutzen zieht der Kunde daraus? Wie können wir es für den Kunden perfekt machen? Was erwartet sich der Kunde in unserer App?”
Im Vorfeld durchgeführte User-Testings ermöglichen es diesen Erwartungen gerecht zu werden. Bewährt sich eine Strategie, kann sie online gehen.

 

Künftig…

…hat Zalando den Fokus darauf gelegt, neben Content und Personalisierung auch Zahl-und Lieferoptionen zu optimieren. Um ein reibungsloses Shopping-Erlebnis garantieren zu können, arbeitet das Team der Mobile Strategies daran, den gesamten Verkaufsprozess so einfach und schnell wie möglich zu gestalten. UK-Kunden nutzen bereits vermehrt die Möglichkeit über Apple Pay einen Kauf abzuwickeln. Hierbei genügt ein einfaches Log-in mittels der in der App integrierten Touch ID.

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