V-Commerce vs. E-Commerce - wie das Chal-Tec Geschäftsmodell den Online Handel revolutioniert

V-Commerce vs. E-Commerce – wie das Chal-Tec Geschäftsmodell den Online Handel revolutioniert

Was ein Smoothie Mixer mit einem asiatischen Motorenhersteller gemeinsam hat? In Kombination sind sie wohl Teil einer der erfolgreichsten Reihen für Küchengeräte von Klarstein auf dem derzeitigen Markt für Haushaltsgeräte. Klarstein ist eine Marke, die sich durch Innovation und Trendbewusstsein auszeichnet. Und sie ist eine der 13 Eigenmarken der Chal-Tec GmbH.

Gründer und CEO Peter Chaljawski hat auf der K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2017 über das spezielle Geschäftsmodell von Chal-Tec gesprochen und ging dabei besonders auf dessen Vorteile ein.

 

Chal-Tec ist V-Commerce

In 11 Jahren hat Chal-Tec es geschafft mit 13 Eigenmarken und 3500 eigenen Produkten in 21 Ländern einen Umsatz von 125 Mio. € zu erzielen. Diese Zahlen lassen sich durch das innovative Geschäftsmodell des Unternehmens erklären.
In der Regel verlief der Weg zum endgültigen Vertrieb von Konsumgütern wie folgt: vom Produktherstelller über den Markeninhaber über Lieferung an den Großhändler zum Kunden. All diese Schritte vereint Chal-Tec in einer Company.
Präsentation Chal-Tec Folie 1
Die Vorteile: Die Wertschöpfungskette wird von der Produktion bis zum Vertrieb an den Endkunden abgebildet. Bezeichnet wird dieses Geschäftsmodell als vertical Commerce oder digitally-native vertical brand.

 

Warum V-Commerce?

Der zentrale Unterschied zwischen E-Commerce und V-Commerce ist die Produktplattform. In einem V-Commerce Unternehmen agiert man, wie im E-Commerce auch, als Händler und gleichzeitig als Hersteller der Produkte. Das Produkt ist immer im Fokus; Marketing ist hierbei sehr produkt- und markenbezogen als bei herkömmlichen Online-Händlern. Im Grunde ist Chal-Tec eine Art moderner Konsumgüterhersteller, für die E-Commerce Zielgruppe. Da die Eigenmarken und hauseigenen Markenshops von Chal-Tec ein hohes Trust-Level beim Kunden schaffen, kann Feedback sofort angenommen und Produktverbesserungen wesentlich agiler durchgeführt werden als beim klassischen Retailer.

 

Die 3 Evolutionsstufen innerhalb der Eigenmarken

Innovative Produktideen sind schon einmal die halbe Miete für ein erfolgreiches Markenportfolio. Aber ob auch alle Ideen marktfähig sind? Bis zum Markteintritt werden drei Stufen durchlaufen:

  1. Data driven Portfolio Management:
    Aus objektiven Verkaufsdaten von bestimmten Trends kann man sehen, wie erfolgreich diese auf dem Markt sind. Man folgt dem Trend, indem man im schnellen Time-to-market ein analoges Produkt in sein Portfolio aufnimmt und dieses den Kunden anbietet.
  2. On or before the trend Portfolio Management:
    Trends setzen lautet hier die Devise. Für manche Produkte gibt es noch keine Verkaufsdaten, auf die man sich verlassen könnte. Allerdings gibt es Anzeichen, die noch vor dem Verkauf ausschlagen und Hinweise darauf geben, welche Produkte Trend-Potenzial besitzen (beispielsweise über Social Media). Im Idealfall gelingt es dann, sich mit Marke und Produkt als erster in dem Bereich zu platzieren und von möglichen neuen Kunden und Zielgruppen identifiziert zu werden.
  3. Product & Trend development:
    Wenn es für Produkte weder Verkaufsstart noch Erfolgsgarantie gibt, lässt sich trotzdem aus Stufe 1) und 2) ableiten, dass daraus auch etwas entstehen könnte. Mittlerweile hat Chal-Tec alle Kompetenzen, um solche Themen umzusetzen und Trends weiterzuentwickeln. Und: je uniquer ein Produkt, desto leichter fällt alles, was dahinter kommt.

 

Wohin mit all den guten Ideen?

Wer wie Chal-Tec den Markt ständig im Blick hat, wird feststellen können: Die Nachfrage von neuen Produkten und Lösungen ist auf Konsumentenseite so hoch wie noch nie. Gleichzeitig gibt es auf der anderen Seite wahnsinnig viele Produktideen. Gründer, die dann aber nur das Produkt und nicht die Komplexität dahinter vor Augen haben, scheitern oft an der Execution. Nun hat man aber mit offenen Kunden und neuen Technologien die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Business. Nur, wie umsetzen?

 

EightProducts Innnovation Hub

Chal-Tec möchte neue Gründer und Innovatoren mit dem Erfahrungsschatz der letzten Jahre bei der Realisierung ihrer Projekte unterstützen. Mit dem EightProducts Innovation Hub öffnet Chal-Tec die Infrastruktur für Gründer mit Produktideen, die sie realisieren und auf den Markt bringen wollen.
Präsentation Chal-Tec-Folie 2
EIGHTPRODUCTS ist, genau wie das Chal-Tec Geschäftsmodell, in erster Linie auf Hardware Produkte ausgelegt. Der Innovation Hub richtet sich an Innovatoren, Gründer und Unternehmer.

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