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the nu company – Snacken für die Umwelt

Apr 23, 2021 | climate partner, Food, Home, K5 TV, Nachhaltigkeit

Das Motto des deutschen Earth Days am 22.04.2021 war “Jeder Bissen zählt. Schütze was du isst – schütze unsere Erde”. Eine nachhaltige Ernährung wurde noch nie so ausführlich thematisiert, wie in der aktuellen Zeit. Dabei liegt der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen eigener Gesundheit, Ressourcenschonung und Klimaneutralität. “Lebe bewusst und nachhaltig, damit sich unsere Erde und das Klima erholen kann”, heißt es auf der offiziellen deutschen Website der Earth Day Initiatoren.

 


Oft wird nachhaltige Ernährung mit Verzicht gleichgesetzt, was sofort negativ wahrgenommen wird. Eine Möglichkeit sich umweltbewusster zu ernähren, ist eine vegane Lebensweise. Während einige sich immer noch nicht vorstellen können auf tierische Produkte zu verzichten, ist auf der anderen Seite ein globaler Trend des Veganismus entstanden. Vor allem die Lebensmittelindustrie boomt in der Hinsicht. Viele Food-Unternehmen springen auf den Zug auf und bieten vom Super-Food Riegel bis hin zur veganen Schokolade alles an, was das Consumer-Herz erfreuen könnte. Um dem weltweiten Trend mithalten zu können und ihrem Label einen umweltbewussten Anstrich zu verpassen – der mit dem Symbol auf der Verpackung “vegan” automatisch zu erfolgen scheint –  übersehen Konzerne gerne, dass tierfrei nicht gleich nachhaltig ist.
Zu oft werden vor allem in Snacks Unmengen von Palmöl und raffiniertem Zucker verarbeitet. Trotz besseren Wissens, dass beide Zutaten in Monokulturen angebaut werden und diese großflächige Rodungen von wertvollen Waldbestand verursachen. Bei den Partnern der Anbaugebiete in Lateinamerika, Afrika und Asien wird gerne übersehen, ob diese nachhaltig und fair anbauen. Geschweige denn wird auf die Arbeitsbedingungen vor Ort geachtet.

 

Zucker: Gesundheitskiller Nr. 1

 

Zusätzlich darf man nicht vergessen, dass raffinierter Zucker einfach ungesund ist und süchtig machen kann. Sucht wiederum steigert die Nachfrage und der Teufelskreis geht weiter. Natürlich ist das gut für die Unternehmen, aber weder für die eigene Gesundheit, für das globale Sozialgefüge, noch für die Umwelt.

 


Allein in Deutschland, so heißt es auf der Website des Start ups the nu company, nimmt man durchschnittlich pro Jahr 35 Kilogramm Zucker zu sich. Ungefähr 7 Millionen Menschen sind an Diabetes Typ II erkrankt. Jährlich kommen ca. 500.000 Neuerkrankungen hinzu. 25% aller deutschen Erwachsenen sind fettleibig oder übergewichtig. Tendenz steigend.

 


Oft wird den Konsumenten eine gesunde Ernährung erschwert, da viele Unternehmen Greenwashing betreiben und ihre Lebensmittel nicht hinreichend, aber legal, beschriftet sind. So wird ein vermeintlich gesunder Schokoriegel aus nachhaltigem Anbau schnell zur Zuckerbombe.

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Generalüberholung Snacking

 

Ein junges Unternehmen, was dem ganzen System trotzen will, ist the nu company. Die drei Gründer haben den Snack für zwischendurch generalüberholt und wollen nun die gesamte Lebensmittelindustrie revolutionieren. Neben einem wachsenden Snacking Portfolio, welches man stationär bei Alnatura, dm und Co. oder online auf ihrer Website erwerben kann, fordern sie von der deutschen Regierung das Einführen einer Zuckersteuer. Während diese in anderen Ländern schon gang und gäbe ist, hat allein die Forderung danach für großes Aufsehen in Deutschland gesorgt, erzählte Co-Founder Christian Fenner im K5 TV.
Die Idee zu the nu company kam den Gründern während ihres Ingenieurstudiums auf der Suche nach einem Snack für zwischendurch. Das Angebot bestand zum größten Teil aus Industriezucker. Für eine Generation, der eine gesunde und nachhaltige Lebensweise wichtig ist, war das nicht hinnehmbar. So experimentierten die drei zukünftigen Founder zunächst in ihrer WG-Küche herum, um eine gesündere und vegane Alternative zu kreieren. Nach einigem Ausprobieren entstand schließlich ihr Leuchtturmprojekt, der nucao Schokoriegel. Mittlerweile ist die Produktion ausgelagert und das vegane Sortiment wurde mit weiteren Riegeln, Protein Bars und Pulvern erweitert. Der Inhalt besteht nur aus gesunden, reichhaltigen Zutaten, wie Nüssen, Mandeln und Hanfsamen. Als Süßungsmittel wird Kokosblütenzucker verwendet. Während sie bei der Herstellung ihrer Produkte auf Regionalität achten, sieht es bei den Zutaten jedoch (noch) anders aus. Das mag daran liegen, dass Kakao einfach nicht in Deutschland anbaubar ist. Doch um auch diese Bestandteile gewissenhaft verwenden zu können, achten sie auf Bioqualität und kooperieren mit nachhaltigen, fairen Bauern in den Anbauländern. 

 

Das kann auf den Kompost!

 

Der Inhalt ist nicht genug, auch bei der Verpackung ist the nu company vorbildlich. Nicht nur die oft undurchschaubaren Inhalte in Lebensmitteln sind umweltbelastend. Oft sind die Plastikverpackungen ein viel größeres Problem. Nach Informationen von the nu company werden weltweit jährlich 400 Millionen Tonnen Plastik produziert. Davon ist Deutschland mit 18 Millionen Tonnen ganz weit vorne. Nur ca. 15,6 % des entstandenen Mülls wird recycelt. Viel zu viel landet bekanntermaßen in unseren Meeren und schädigt die Ozeane und die darin vorkommenden Lebewesen. Das entstandene Mikroplastik landet dann wieder bei uns und nicht selten im Essen. Die Verpackungen bei the nu company sind plastikfrei und zu Hause kompostierbar. Das Unternehmen wirbt damit, dass die Bestandteile aus Bio-Zellulose, Papier und Bio-Farben besteht und entweder zu Hause auf den Kompost geworfen oder im gelben Sack schadstoffneutral entsorgt werden kann.

 

Bei the nu company trifft Marketing auf gelebte Ideologie

 

Das alles klingt nach einer ausgereiften und überzeugenden Marketing-Strategie, doch es ist viel mehr als das. Bei the nu company ist es gelebte Ideologie. Für jedes verkaufte Produkt wird in Kooperation mit ihren Partnern Eden Projects und dem Verein Bergwaldprojekte ein Baum gepflanzt. Auf der Website der Snack Hersteller kann man den aktuellen Stand gepflanzter Bäume nachverfolgen. Ihr Ziel ist es, bis 2030 eine Milliarde Bäume gepflanzt zu haben. Damit wollen sie nicht nur Klimaneutralität erlangen, sondern zur Verbesserung beitragen. 

 

Die Nachhaltigkeitstipps von the nu company:

  • Konsumentscheidungen überdenken
  • Initiativen unterstützen oder gründen
  • Politisch engagieren und wählen gehen
  • Mit mehr pflanzlicher Ernährung den eigenen CO2-Footprint bis zu 73% reduzieren

Das junge Unternehmen zeigt nicht nur Konsumenten, sondern auch anderen, bereits etablierten Konzernen aus der Food-Industrie, dass man beim Snacken auf Zucker und tierische Produkte verzichten kann, ohne dass der Geschmack darunter leiden muss. Eine umweltschonende Verpackung kann auch ohne Schadstoffe produziert werden und trotzdem ansprechend aussehen. Man sieht also: Die Möglichkeiten sind da, nun ist der Wille entscheidend!

Von Lena-Maria Stahl

 

 

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