Anne Lamp und Johanna Baare: Mit traceless zum umweltfreundlichen Plastik

Anne Lamp und Johanna Baare sind ein junges Gründerinnen-Duo aus Hamburg. Und sie haben eine Mission: Plastik nachhaltig zu machen. Verpackungen aus Kunststoff sind in der Handelswelt Gang und Gebe. Aber auch ein riesen Problem für Unternehmen, die in der Verantwortung stehen, ihren CO2-Fußabdruck zu minimieren und nachhaltig zu handeln.

“Alles, was wir produzieren, muss zu 100% recyclebar sein”, äußerte sich Co-Founderin Anne Lamp gegenüber aspekte. Damit meinte sie nicht nur ihr eigenes Unternehmen traceless, sondern alle Hersteller und Produzenten.

Da kommt die Idee der Gründerinnen Anne Lamp und Johanna Baare gerade richtig. Sie stellen mit der 2020 gegründeten traceless materials GmbH ein Granulat aus Agrarindustrieresten her, was sich zu natürlich abbaubaren “Plastik”-Verpackungen verarbeiten lässt.

Die Idee bekannt, die Umsetzung innovativ

Die Idee abbaubare Verpackungen herzustellen ist zwar nicht neu, das Wissen und die Technologie sind es allerdings. Und diese bringen die zwei Gründerinnen mit sich: Anne Lamp ist Doktoringenieurin in Process Engineering und absolvierte ihr Studium mit Summa Cum Laude. Zudem entwickelte sie in ihren vorherigen Jobs im Bereich Commercial Product Development vier weitere Patente. Johanna Baare bringt die nötige Erfahrung aus der Social Startup-Szene mit und das nötige Know-How über Business Strategie und Early Funding.

Der Gedanke hinter traceless ist zum Einen, einen bedeutenden nachhaltigen Impact in der Welt zu generieren, zum Anderen den entstandenen Convenience Gedanken beibehalten zu können. “Es ist uns ganz wichtig eine Lösung auf dem Markt zu bringen, die vom Endverbraucher keine Verhaltensänderung fordern, weil wir werden nicht die ganze Gesellschaft ändern. Wir sind bequem geworden”, sagte Co-Founderin Johanna Baare kürzlich in aspekte.

Mit traceless in die Zukunft

Momentan gibt es nur eine Pilotanlage, auf der das Granulat hergestellt wird. Doch in naher Zukunft soll eine große Anlage in Betrieb genommen werden, die das Erzeugnis tonnenweise herstellen kann, damit der Großteile des Marktes bespielt werden. Der OTTO Konzern und die Lufthansa gehören bereits zu den ersten Kunden.

Nach einer erfolgreichen Seed-Investmentrunde im Frühjahr 2021 erhielten die Gründerinnen im Herbst 2021 eine Zusage für eine 2,42 Millionen € Förderung des European Innovation Council (EIC) im Rahmen des Horizon Europe Programms EIC Accelerator, wie es in der aktuellen Pressemeldung zu lesen ist. Zudem wurde das Startup mit etlichen Preisen für ihre Innovation und Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Unter anderem wurde das Gründerinnen-Duo für den Deutschen Gründerpreis 2022 nominiert, dem begehrtesten Award der Startup-Szene.

 

Von Lena-Maria Stahl

 

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