Benedikt Böhm: Was Extremsport und gutes Leadership gemeinsam haben

Benedikt Böhm ist nicht nur in der Extremsportler-Szene eine Bekanntheit. Auch als Geschäftsführer der Sportmarke Dynafit, die zum Hause Oberalp gehört, hat er sich im Handel einen Namen gemacht. Auf der K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2022 war er mit seinem Vortrag “Aus der Todeszone” zu sehen. Er berichtete sowohl über persönliche Erfahrungen, die er beim Bergsteigen gemacht hat, als auch über die Verwebungen zwischen Extremsport und Leadership. Hierzu stellte er sich exklusiv den Fragen der K5 Redaktion:

 

 

 

Was nimmst Du aus dem Extremsport mit? Was haben Extremsport und Leadership gemeinsam?

 

Wie man mit Risiko umgeht und schnelle Entscheidungen trifft.
Die absolute Fokussierung auf das Essentielle: “Was brauche ich wirklich, um auf den Gipfel zu kommen oder um das Projekt/das Ziel zu erreichen”

 

 

 

Was hast vom Bergsteigen für Deinen beruflichen Alltag gelernt?

 

80% des Erfolgs ist die Vorbereitung. Meine Ängste zu strukturieren und zu visualisieren und da rein zu gehen. Ich hatte erstaunlicherweise geschäftlich manchmal mehr Angst als auf einen 8000er zu gehen, obwohl es da um mein Leben ging. Doch da hat man zumindest in erster Linie Verantwortung für sich selbst.

Zudem habe ich gelernt mit möglichst wenig Gepäck zu versuchen ans Ziel zu kommen, sprich mit wenigen, aber den richtigen Leuten und Tools zu arbeiten und das Projekt nicht zu überladen.

Aber auch: Die Fähigkeit immer wieder den Mutmuskel zu trainieren, um die Ängste auf dem Weg zum Ziel zu schaffen.

 

 

 

Deine Tipps für ein gutes Leadership:

 

Wir sind als Leader vor allem den Menschen verpflichtet. Bei aller modernen Technologie, die wir jetzt da draußen sehen, am Ende sind es die Menschen, die ein Unternehmen erfolgreich machen oder nicht. Ich möchte gar nicht die Technologie kleinreden, denn die brauchen wir. Aber am Ende brauchen wir den Menschen, der weiß, wie wir sie einsetzen.

Deswegen ist ein wichtiger Tipp von mir mit Herzlichkeit zu überraschen und mich für die Menschen wirklich zu interessieren. Zum Beispiel verteile ich an einem heißen Sommertag Eis und nehme mir ein-zwei Stunden Zeit, die ich zwar eigentlich auch nicht habe und anders wieder reinholen muss, aber das ist gut investierte Zeit. Einfach eintauchen und die Probleme der anderen verstehen. Ich will wissen, was meine Mitarbeiter*innen beschäftigt.

Wenn es zu Konflikten kommt, ist direkte Kommunikation das Wichtigste. Man sollte nicht emotional reagieren und bei sich bleiben. Zum Beispiel anstatt “Du hast dies und falsch gemacht”, besser sagen: “Ich habe mich dadurch verletzt gefühlt”.

Mein letzter wichtiger Tipp ist Berechenbarkeit gegenüber den Mitarbeitenden zu zeigen. Sie müssen Deine Handlungen, Entscheidungen und Pläne kennen und vor allem nachvollziehen können, auch um sich darauf vorzubereiten und einzustellen.

 

 

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Benedikt Böhms Stimme zur K5 X
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