MissPompadour – „Frauen, die die Ärmel hochkrempeln und sich ihr Leben schön machen“

Mrz 8, 2021 | E-Commerce Insights, Female in Retail, Home

Den Weltfrauentag widmet die K5 allen inspirierenden Frauen, die diese Welt in Bewegung bringen und am Laufen halten. Ebenfalls möchten wir diesen Anlass als Auftakt unserer Blogserie „Erfolgreiche Gründerinnen im E-Commerce“ nehmen. Es wird ein tiefer Blick auf die weiblichen Founder, ihre Gründungsgeschichte und die Motivation dahinter geworfen.  

 

Ein Name, dem einen dabei in letzter Zeit immer wieder in den Sinn kommt, ist Astrid Reintjes, die dem Kundenpublikum wohl eher unter ihrem Markennamen MissPompadour bekannt ist. Zum Anlass des internationalen Frauentages stellen wir die Frau hinter den Farben vor und erzählen ihre Erfolgsgeschichte.

 

„Weil mir langweilig war“, antwortet Astrid Reintjes, Mutter von vier Kindern, auf die Frage im K5 TV wie sie auf die Geschäftsidee zu MissPompadour gekommen ist. So ganz aus dem Blauen kam die Idee Farben zu verkaufen und ein DIY-Konzept anzubieten aber nicht. Ursprünglich kommt Reintjes aus dem stationären Handel. In einer kleinen Boutique in der Nähe von Regensburg hat sie Dekoartikel verkauft und Möbel restauriert, wobei sie dann das erste Mal mit dem Thema Farben in Berührung kam. Gleichzeitig eröffnete sie einen Online-Shop, auf dem es vordergründig um Deko ging. Nach Schließung des stationären Handels kristallisierte sich aus ihrem Heimarbeitszimmer nach und nach die Idee vom heutigen Online-Shop MissPompadour heraus. Den ersten Durchbruch geling ihr durch eine Facebookgruppe, in der sie Vorher- und Nachher-Bilder von bearbeiteten Möbel. Diese geschlossene Facebookgruppe gibt es immer noch und ist mittlerweile eine 50.000 Mitglieder starke Community. Auf Instagram gibt Astrid Reintjes einmal wöchentlich Lives für ihre zahlreichen Followers und beantwortet jede Frage zum Thema Farben und DIY. Kundennähe wird bei MissPompadour ganz groß geschrieben: „Wenn im Geschäft die Frau Bauer reinkam, haben wir sie mit „Hallo Frau Bauer“ begrüßt. Genau das wollen wir mit unseren E-Commerce-Kunden erreichen.“ Mittlerweile boomt das #ichstreichealles – Geschäft aber so sehr, dass insgesamt 12 Mitarbeiter für die reine Beratung der Kunden zuständig sind. „Viele Kunden denken noch, wenn sie eine Whatsapp schreiben, dass ich da noch dasitze. Langsam sind wir in einer Größe, in der wir klarmachen müssen, dass es nicht mehr die Frau Pompadour mit meinem Gesicht ist, sondern Kundenberater, eine ganze Mannschaft dahinter.“ 

 

Um die Frage beantworten zu können, warum diese Geschäftsidee so eingeschlagen hat, muss man sich nur einmal die Botschaft dahinter anschauen. Im Fokus steht das Potenzial der Frau. „Weil ich es selber kann“ ist nicht nur ein nett gemeinter Slogan, sondern gelebte Mentalität. Während die bisherigen Baumärkte und das Handwerken an sich eher Männer besetzte Domänen waren, möchte Astrid mit MissPompadour einen digitalen Ort schaffen, an denen handwerksbegeisterte Frauen sich wohl fühlen, ohne dass ihnen von Männern gesagt bekommen, was sie alles falsch machen. Denn hier wird nach dem Motto gelebt: „wenn mal was schief geht, dann bricht die Welt nicht zusammen, wenn es nicht perfekt geworden ist, dann streich ich nochmal drüber.“ 

 

Was bei MissPompadour ebenfalls positiv auffällt, ist, dass die Frau „Frau“ bleiben darf und nicht in eine misogyne Schiene geschoben wird, was sonst häufig passiert, sobald sie sich für ein vornehmlich männliches Thema begeistert. So ist das Auftreten des Shops sehr feminin und in warmen Farben gehalten, ohne dabei ins klischeehafte abzugleiten. An Expertise und Fachwissen mangelt es dabei nicht. So gibt es verschiedene Workshops, die einem binnen weniger Stunden das nötige Know-How vermitteln. Auch sind Werkzeuge in frauengerechter Größe in Produktion, wie zum Beispiel der pinke Zollstock. Viele Werkzeuge seien noch zu unhandlich und nur für Männer hergestellt, so Reintjes, die zu ihrem 18. Geburtstag von ihrem Vater einen Werkzeugkasten geschenkt bekommen hat. 

 

Der Plan für die Zukunft ist einen richtigen Baumarkt für Frauen zu erschaffen. „Natürlich sind auch Männer willkommen“, schiebt Reintjes mit einem Lächeln ein, die das Unternehmen mit ihrem jüngeren Bruder Erik zusammen leitet. Doch das Spotlight gehört ganz ungeteilt den „Frauen, die die Ärmel hochkrempeln und sich ihr Leben schön machen“. Und was gibt es für einen besseren Tag als den Weltfrauentag, um diese Powerfrauen zu feiern?   – Natürlich jeden. 😉                            

 

Nächsten Monat geht es dann weiter mit unserer Serie inspirierender Persönlichkeiten aus der weiblichen Gründerszene des E-Commerce.

 

Astrid Reintjes war im K5 TV  live zu Gast und erzählte ausführlich über ihren sensationellen Durchbruch und verrät die Erfolgsstrategie von MissPompadour. Das Video kannst Du Dir  in der Mediathek vom K5 KLUB anschauen. Jetzt kostenlos registrieren!

 

MissPompadour ist das Amorelie für Farben! Wie es dazu gekommen ist und was die dahinter liegende Deep Commerce-Strategie damit zutun hat, berichtet der Co-Founder und Bruder Erik Reintjes im ChefTreff Podcast mit Sven Rittau. Jetzt reinhören und die spannenden Insights erfahren!

 

Von Lena-Maria Stahl

 

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