ChefTreff #73 und #111: Johannes Kliesch, Co-Founder von SNOCKS – vom amazon-Händler zum D2C-Erfolgsunternehmen

“You focus on your purpose. We focus on your basics.” Mit diesem Slogan beschreibt Johannes Kliesch in seinem LinkedIn Profil seine 2016 gegründete Marke SNOCKS. Nachdem er und sein Cousin ein duales Studium bei einer Genossenschaftsbank absolvierten, starteten Johannes und Felix die Lifestyle Brand, die neben Socken auch Unterwäsche für Männer und Frauen verkauft.

Die perfekte Kombi aus Operations und Marketing Performance

Als reine Amazon FBA (Fulfillment by Amazon) Marke gestartet, hatten die beiden schnell Erfolg und nahmen bereits im 2. Jahr einen Kredit von 50.000 Euro auf. Als Grund für den rasanten Start nennt der 28-Jährige die perfekte Kombination aus Operations und Performance Marketing. Letzteres habe er vor allem zu Beginn “krass studiert”. Als Hauptverantwortlicher sei er immer noch davon begeistert zu sehen, wie er durch Performance Marketing große Anbieter wie Puma und adidas ärgern kann.

Amazon Verkäufer des Jahres 2019

Nicht umsonst wurde SNOCKS 2019 als Amazon Verkäufer des Jahres benannt. Doch Johannes und Felix sahen die Zeit gekommen, um die Marke als Brand weiter aufzubauen und sie nachhaltig zu stärken. So nutzen die Gründer und ihr Team die sozialen Netzwerke nicht nur um auf SNOCKS aufmerksam zu machen, sondern auch um das Personal Branding der Gründer voranzutreiben. Folgt man Johannes in den sozialen Medien wie Instagram oder LinkedIn, wird schnell deutlich, wie aktiv, engagiert und offen er mit seinem Netzwerk in den Austausch tritt.

Marktplätze vs. Webshop

Diese neue Branding Strategie zahlt sicherlich auch auf den, seit 2019 bestehenden, eigenen Onlineshop ein. So machen mittlerweile 55% des Umsatzes der eigene Shop von SNOCKS aus. Dennoch ist Johannes von Marktplätzen als Vertriebskanal überzeugt und setzt neben Amazon in Zukunft auch auf Plattformen wie OTTO, AboutYou und Zalando. Immerhin liefern die Marktplätze nach wie vor 45% des Umsatzes.

Vom Start Up zum Unternehmen

Die größte Herausforderung der vergangenen drei Jahre war allerdings nicht die wachsende Unabhängigkeit von amazon zu erlangen. Die eigentliche Challenge, so Johannes im ChefTreff-Update, war der Übergang der Brand vom Start Up zum strategisch operierenden Unternehmen. Denn was mit einem kleinen Team unter kreativer Führung begonnen hat, ist zu einem Multimillionen-Unternehmen mit 70 Mitarbeiter*innen geworden. Die beiden Gründer entschlossen sich zu einer neuen internen Strategie. Sie zogen eine erste Führungsebene ein und konsultierten externe Fachleute, z.B. zur Unterstützung der Unternehmensskalierung.

Die Zukunft ist nicht einsam

Wie viele Unternehmen im digitalen Handel will auch SNOCKS auf die internationalen Bühnen. Zwar sind die Marktplätze wertvolle Partner für die Internationalisierung, doch auch der hauseigene Shop soll 2023 außerhalb der DACH-Region erste Erfolge feiern. Um dieses Vorhaben zu finanzieren geht SNOCKS einen bisher unbeschrittenen Weg: die Brand will Investor*innen an Bord holen. Denn Wachstumsmöglichkeiten sind teuer, allein für den Schritt auf den französischen Markt müsse mit rund 2 Millionen Euro gerechnet werden, so Johannes. Doch SNOCKS sei, davon ist er überzeugt, gut für Wachstum gerüstet. Und die Zeichen stehen gut. Allein 2021 lag der Netto-Umsatz bei 32 Millionen Euro, in naher Zukunft sollen daraus 100 Millionen oder mehr werden. Aus dem Start Up ist ein Unternehmen mit Struktur und Zukunft geworden. The only way is up.

Im ersten ChefTreff Interview (Folge #73) mit Sven Rittau erzählt Johannes von der Geschichte hinter SNOCKS und wie er TikTok für Marketingmaßnahmen sowie Instagram Shopping als Vertriebskanal einschätzt.
Im aktuellen Update (Folge #111) berichtet Johannes von den Entwicklungen der letzten 2 Jahre bei SNOCKS, welche Hürden auf dem Weg zum strukturierten Unternehmen überwunden werden mussten und wie die aktuelle Strategie der D2C-Brand aussieht.

 

 

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