Weshalb der Onlinehandel von Luxusuhren immer interessanter wird – Interview mit Philipp Man, Co-Founder & CEO CHRONEXT

Mrz 30, 2021 | ChefTreff, Home, Marktplatz

Je seltener die Uhr wird, desto eher ist sie auf CHRONEXT zu finden. Philipp Man, Co-Founder und CEO von CHRONEXT, ist sich sicher, dass der Erfolg der Plattform in Zukunft noch rapide wachsen wird. Acht Jahre lang brauchten er und sein Mitgründer Ludwig Wurlitzer bis sie die konservative Uhrenbranche überzeugten. Von Beginn an setzten sie sehr stark auf Öffentlichkeitsarbeit und generierten so viel Glaubwürdigkeit. Doch gute PR konvertiert nicht automatisch in Nachfrage. Erst das veränderte Konsumverhalten der Kunden – sicherlich auch durch die anhaltende Corona Pandemie verstärkt – zieht den stationären Uhrenhandel sowie die Hersteller der Luxusmarken vermehrt in den Onlinehandel.

 

Wachstum vs. Profitabilität

 

Auf dem Marktplatz, der Hersteller, Händler und Endkunden miteinander verbindet, sind nicht nur neue Modelle, sondern auch gebrauchte Luxusuhren zu finden. Um die gebrauchten Modelle in bester Qualität und mit hohem Service zu verkaufen, sei jedoch zunächst ein Grundstock an professionellen Uhrmachern, Ersatzteilen und Werkzeugen einer jeden Luxusmarke notwendig. Auf die Frage, ob dies der Grund für die späte Profitabilität sei, meint Philipp, dass CHRONEXT anfangs sogar noch “typisch” Deutsch, also eher zögerlich auf Wachstum setzte. Wenn man zu sehr auf Profitabilität setze, übernehme eine andere Firma den großen Anteil des Kuchens. CHRONEXT jedoch will das nächste Zalando im Uhrenmarkt werden.

 

Eine Rolex als Investition

 

Auf gutem Weg dahin ist der Kölner mit seinem Team bereits. Insbesondere, weil anzunehmen ist, dass die Nachfrage von Luxusuhren in den nächsten Jahren weiter steigt. Mit zunehmender Digitalisierung nimmt auch der Handel von Luxusgütern zu. Zwar ist nicht jede Uhr einer Luxusmarke eine gute Investition, jedoch werden Investitionen in das Segment langfristig immer interessanter. So wie die Generation der Millennials heute mit Sneakern handelt, wird die Käuferschicht von Morgen, die in ihrem Konsumverhalten immer ungeduldiger wird, mit Luxusuhren handeln. Da die Produktionskapazitäten in der Uhrenbranche jedoch limitiert sind, steigen die Preise. Und je seltener die Uhr wird, desto eher ist sie auf CHRONEXT zu finden…

 

Hör’ rein in die neue ChefTreff Podcast Folge und erfahre mehr über das Geschäftsmodell, was es mit dem “Watch Index” auf sich hat und ob die Smartwatch eine Bedrohung für den Uhrenmarkt ist.

 

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Podcast Übersicht:

(0:45) Wer bist Du und was machst Du?
(1:50) Wieso hat das Unternehmen seinen Hauptsitz in der Schweiz?
(3:00) Wie grenzt Ihr Euch von einem klassischen Marktplatz ab?
(6:25) Wie seid Ihr damals in den sehr konservativen Markt eingetreten?
(11:00) Wie schafft Ihr bei den Herstellern Vertrauen in CHRONEXT?
(19:55) Wie sieht Euer Verkaufsmodell für Händler aus?
(23:25) Hat jeder Käufer einer gebrauchten Uhr Garantie bei Euch?
(25:35) War der hohe Invest in den Grundstock Grund für die späte Profitabilität?
(27:55) Wie groß seid Ihr?
(28:45) Wer sind Eure Kunden?
(35:25) Was ist der “Watch Index”? Lohnt es sich in Uhren zu investieren?
(41:05) Was sind die Trigger Eurer Kunden?
(43:10) Wo geht die Reise mit CHRONEXT in Zukunft hin?
(44:25) Was würdest Du Deinem jüngeren Ich zurufen?

 

 

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