Trends im E-Commerce: Neue Studie zu Social Commerce

42 % der Käufer*innen in Deutschland nutzen bereits Social Commerce, wie eine neue Studie von GetApp, eine Vergleichsplattform für Unternehmenssoftware, ergeben hat. Social Commerce ist das Kaufen und Verkaufen über soziale Medien, allen voran über Instagram, Facebook und YouTube. Überwiegend wird Social Commerce über die jeweiligen Apps auf den mobilen Endgeräten getätigt.

 

GetApp befragte für seine Studie 940 deutsche Online-Käufer*innen nach deren Kaufverhalten. Untersucht wurden die Intensität der Social Media Nutzung im Hinblick auf Shopping, der Unterschied zwischen E-Commerce und Social Commerce und die Vor- und Nachteile des neuen Handelskonzepts. 

 

Das Shopping-Verhalten von Online-Käufer*innen über die sozialen Medien

 

Die GetApp Studie hat ergeben, dass 42% der Online-Shopper bereits mind. einmal über Social Media gekauft haben. Davon wurde jede*r Zweite über einen Rabattcode zum Kauf bewegt. 32% von ihnen betätigten einen Impulskauf und 30% der User*innen lockte das vermeintlich begrenzte Angebot.

Grafik zur Social Commerce Studie von GetApp

Die Vorteile von Social Commerce

 

Laut GetApp gaben 55% der Befragten an, dass der entscheidende Vorteil von Social Commerce die Vielfalt und Besonderheit der Angebote ist. Man entdecke Produkte, die man sonst nirgends gefunden hätte. 47% sind der Meinung, dass der Kaufprozess schneller ist als im herkömmlichen E-Commerce. 32% der befragten Online-Käufer*innen sehen einen wesentlichen Vorteil darin, dass sich alles über eine App abwickeln lässt. 

 

Die Nachteile und Bedenken von Social Commerce

 

So vielversprechend und bequem die Vorteile von Social Commerce auch sein mögen, so sind die Vorbehalte und bisherigen Nachteile noch groß. Nach GetApp haben 58% der User*innen noch nie über die sozialen Medien gekauft. Die Bedenken vor Tracking der Online-Aktivitäten und Betrug sind groß. 50% der Teilnehmer*innen gaben an, dass das Tracking der Hauptgrund ist, nicht über Social Media zu shoppen. 46% haben Angst vor Betrug. In der Tat fühlte sich die Hälfte der Käufer*innen, die bereits über Social Media eingekauft haben, mindestens einmal betrogen. 46% von ihnen hätten das gekaufte Produkt nie erhalten. 38% gaben an, dass das Produkt nicht ihren Erwartungen entsprochen habe und 21% hätten eine Fälschung eines Markenprodukts erhalten. 

Grafik Social Commerce Studie GetApp keine Nutzung der Social Media Kanäle zum Shoppen

E-Commerce vs. Social Commerce 

 

Es gibt also noch viele Bausteine und Hürden, die der Social Commerce bewältigen muss, um sich langfristig als das führende Konzept im Onlinehandel zu etablieren. Doch was genau ist der Unterschied zwischen Social Commerce und E-Commerce? Auch dieser Frage ging GetApp in seiner Studie nach. 

 

Vereinfacht ausgedrückt ist nach GetApp der E-Commerce die Verlagerung des stationären Handels in die digitale Welt. Social Commerce hingegen würde die ganze Customer Journey unter einem Dach – in dem Fall App – vereinen. Die soziale Komponente, die den User*innen mehr Individualität und Vielfalt verspricht, spielt eine entscheidende Rolle. Der Unterhaltungsfaktor im Social Commerce ist ebenfalls zentraler Bestandteil des Konzepts. Es geht nicht mehr um das reine, schlichte Präsentieren von Ware, um das bloße Kaufen – sondern um das Erlebnis, was man mit dem Produkt haben kann.

Social Commerce Umfrage Grafik GetApp
Du möchtest mehr über die GetApp Studie zum Thema Social Commerce erfahren und alle Ergebnisse inklusive Zahlen sehen? Die ganze Umfrage plus allen wichtigsten Infos findest Du auf GetApp.de

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