Johann König zu Gast im ChefTreff Podcast

Wie misa.art mit NFTs, Blockchain und KI den Zugang zum Kunstmarkt erleichtert

 

Zu Gast: Johann König, Galerist, Kunstvermittler und Founder von misa.art

 

Der K5 Podcast ChefTreff feiert Jubiläum! Seit 99 Folgen bieten Euch Sven und seine Gäste spannende Einblicke in deren Gründergeschichten und was es braucht, um erfolgreich im Online Handel zu sein. Zur Feier unserer 100. Folge haben wir Euch einen zunächst außergewöhnlich wirkenden Gast für einen E-Commerce Podcast mitgebracht. Denn Johann Königs Wurzeln liegen nicht im Retail, sondern im Kunstmarkt.

Johann launchte misa.art im Jahr 2020 und hat ein klares Ziel vor Augen: Zugang zu Kunst für alle, die es wollen. Eine Plattform, auf der aufstrebende und etablierte Künstler*innen gleichermaßen Platz haben. Der virtuelle Marktplatz für Kunsthandel soll den niedrigschwelligen Einstieg in die Kunst ermöglichen – für Käufer*innen ebenso wie für Kunstschaffende. Denn Johann König betrachtet Kunst als essentiellen Bestandteil von Lebensqualität und Relevanz. Die digitale Kunst nimmt er davon nicht aus. Immerhin hat sich auch der Kunstmarkt im Zuge der Digitalisierung verändert. Auf misa.art sind deshalb nicht nur physische Kunstwerke, sondern auch NFTs erhältlich.

 

Ein Leben ohne Kunst ist möglich, aber sinnlos

 

Die bildschaffenden Künste begleiten Johann König schon sein Leben lang. Seine Mutter ist Schauspielerin und Illustratorin, sein Vater Kurator, Ausstellungsmacher und Professor. Die Kunst ist ein Familienmitglied und bleibt es auch über Johanns Kindheit hinaus. 

Das ist nicht selbstverständlich, denn nach einem Unfall im Alter von 11 Jahren erblindet er fast vollständig. Sein Sehvermögen bleibt trotz diverser Operationen jahrelang stark eingeschränkt. Das hindert ihn allerdings nicht daran Abitur zu machen. Oder eine Galerie zu eröffnen. Denn seine Liebe zur Kunst bleibt. 

Im Jahr 2002 eröffnet er als 21-Jähriger seine erste Galerie für zeitgenössische Kunst in Berlin. Zwei Umzüge führen Johann König schließlich an einen ganz besonderen Ort: das Gemeindezentrum St. Agnes, das sich im Berliner Stadtteil Kreuzberg befindet. 

2012 pachten Johann und seine Ehefrau Lena das brutalistische Kirchengebäude vom Erzbistum Berlin und lassen es umbauen. Nach drei Jahren ist das Kunst- und Kulturzentrum fertiggestellt, 2016 gewinnen die Beteiligten den Architekturpreis Berlin. 

Location der KÖNIG Galerie

St. Agnes in Berlin, Photo by Roman Marz

Beispiel eines NFT Kunstwerkes

Beispiel eines NFT Werkes

MISA Ausstellung Blick in die Räume

MISA Exhibition, Photo by Roman Maerz 2021

 

Alles außer gewöhnlich

 

Die bemerkenswerten Räume und Johann Königs außergewöhnliche Ausstellungen machen die KÖNIG Galerie zu einer der wichtigsten Anlaufstellen für zeitgenössische Kunst. So sind in den vergangenen fünf Jahren auch diverse internationale Standorte erschlossen worden, darunter Wien, London und Seoul. 

Als im Jahr 2020 weltweit diverse Kunstmessen abgesagt werden, startet Johann König ein neues Projekt: die MISA (Messe in St. Agnes), eine kleinere Messe für zeitgenössische Kunst, die in in den Ausstellungsräumen der KÖNIG Galerie stattfindet. Die Veranstaltung sticht durch verschiedene Aspekte hervor, die im Kunstmarkt selten sind: sie ist eine Kombination aus Primär- und Sekundärmarkt und stellt neben physischen Werken auch digitale Kunst aus. Zudem werden die Preise der Ausstellungsstücke offen angegeben. Auf Preistransparenz legt Johann König ohnehin schon lange Wert. Denn wie er im ChefTreff-Interview erzählt, steigert das die Chance auf den Kauf massiv. 

 

(Digitale) Kunst für alle – auch dank KI

 

Neben der MISA als physischer Ausstellung wagt er sich außerdem an virtuelles Projekt. Die besonderen Aspekte der Messe möchte Johann auch in den Online-Marktplatz einbringen. Denn die Digitalisierung hat auch auf den Kunstmarkt deutlichen Einfluss, dessen Zugang heute nicht mehr exklusiv an Galerien gebunden ist. So kommt ihm ebenfalls im Jahr 2020 die Idee zu misa.art, das virtuelle Pendant zur MISA. 

Zur Kuratierung des Marktplatzes nutzt misa.art die weltweit größte Kunstdatenbank, ArtFacts, die Daten zu über 700.000 Künstlern bereitstellt. Zur Schätzung eines Werks wird außerdem das von ArtFacts entwickelte und KI-gesteuerte Programm Limna zu Rate gezogen, das eine Preisdefinition erleichtert. Nutzer*innen geben Künstler*in, Größe und Preis des Werkes ein. Auf Basis einer machine learning engine durchsucht Limna Millionen von Daten und liefert eine Einschätzung des Werkes. Das Programm kann damit allen Beteiligten des Kunsthandels von Nutzen sein.

Die Plattform soll etablierten und jungen Künstler*innen, Kunstliebhaber*innen und Interessierten den niedrigschwellige Zugang zum Kunstmarkt ermöglichen. Offen, transparent und unkompliziert. Das zeitgenössische Angebot von misa.art umfasst dabei neben traditionellen Werken auch digitale Stücke, etwa in Form von NFTs. In naher Zukunft sollen auch sogenannte Fractions angeboten werden, Anteile eines physischen Kunstwerks, das digitalisiert und tokenisiert wurde. Denn die digitale Kunst der Gegenwart, davon ist Johann überzeugt, ist erst der Anfang.

Du willst noch mehr über die NFTs und Blockchains in der Kunstszene, die KÖNIG Galerie erfahren und wissen, was der Online-Handel vom Kunstmarkt lernen kann? Dann hör in die Jubiläumsfolge unseres K5 Podcasts ChefTreff rein. Es lohnt sich!

 

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