Cheftreff mit Nadia Botzenhard whytes.co

whytes.co – das perfekte Monoprodukt dank Co-Creation

 

Zu Gast: Nadia Botzenhard, Co-Founder und COO von whytes.co

 

Die Idee zum 1-Produkt-Label whytes.co wird in der Fashion-Hochburg New York City geboren. Hier leben und arbeiten im Jahr 2009 die späteren Founder, Modedesignerin Nadia Botzenhard und Marketingspezialist Thomas Escher. Motiviert wird die Idee aus einem Eigenbedarf heraus. Denn Thomas ist mit dem Angebot an klassischen weißen T-Shirts nicht zufrieden. Die trägt er zwar beinahe täglich, aber er findet kein Modell, das hervorragende Qualität und einen fairen Preis bietet. Das Premium-Segment für weiße Herren-T-Shirts ist unerschlossen, im stationären wie im digitalen Handel. 

 

Mit 379 Stimmen zum optimalen Shirt

2014 kehren Nadia Botzenhard und Thomas Escher nach München zurück und beschließen ihre Idee zu realisieren. Am Anfang steht die Frage: was macht das perfekte weiße T-Shirt aus? Um eine fundierte Antwort auf diese Frage zu bekommen, wenden sich die beiden an 379 Mode-Blogger*innen aus der ganzen Welt. 

Die Zusammenarbeit mit internationalen Fashion-Expert*innen bietet diverse Vorteile. So kann der Product-Market-Fit schon während der Entwicklung eingeschätzt werden. Zudem kommt whytes.co beim Launch des Produktes die Reichweite der Co-Kreator*innen zugute. 

Doch sie wollen vor allem möglichst viele und repräsentative Meinungen einholen. Dabei geht es in erster Linie um den Schnitt und den Stoff des Shirts. Insbesondere Struktur, Stärke und Hautgefühl des Materials sind ein großes Thema. 

 

Die Lösung steht im Wald

Als besonders herausfordernd erwies sich die Suche nach dem idealen Material. Denn sowohl die Founder als auch die Co-Kreator*innen sind sich einig, dass der Stoff weich, leicht, aber auch formstabil sein sollte. 

Es dauerte zwei Jahre, 30 Prototypen und zahlreiche Tests in der Waschmaschine, bis Nadia Botzenhard und Thomas Escher fündig wurden. Nach fast zwei Jahren Entwicklungszeit wurde whytes.co schließlich im Dezember 2015 gelauncht.

Die Lösung offenbarte sich in Form von Buchen. Aus dem Holz des weitverbreiteten Laubbaums wird Micromodal hergestellt, ein sehr leichtes und weiches Gewebe. In Kombination mit gekämmter Baumwolle und Elasthan ergibt Micromodal den perfekten Stoff für die Shirts von whytes.co. Ein weiterer Pluspunkt: die Buche ist ein lokal nachwachsender Rohstoff mit kurzen Transportwegen. Zudem sind die Modelle des Münchner Labels komplett Made in Germany und etwa viermal so haltbar wie andere Shirts. Die Vision der 1-Produkt-Brand? Den Modekonsum zu entschleunigen, so Nadia in der 99. Folge des K5 Podcasts ChefTreff, die Mode nachhaltiger und qualitätsbewusster machen.

 

Die Zukunft ist gesellig und international

Der kundenzentrierte Co-Creation-USP und die Vision der Monoprodukt-Brand haben Potential. Es werden z.B. nachwievor alle Ideen mit Kund*innen besprochen und entwickelt. Das zeigt eine Zahl ganz deutlich, auf die Nadia Botzenhard und Thomas Escher besonders stolz sind: die Retourenquote von whytes.co liegt im Durchschnitt unter fünf Prozent. Den Umsatz des eigenfinanzierten Labels würden die Founder gerne von rund 350.000 auf eine siebenstellige Zahl wachsen sehen.

Deshalb sind Nadia und Thomas gerade auf der Suche nach einem Partner für ihr Unternehmen. Erschwert wurde das Projekt durch die pandemische Situation der letzten zwei Jahre. Doch wie Nadia im ChefTreff-Interview berichtet, hat ein D2C-Modell ohne Kapitalgeber kaum Wachstumschancen. Gerade für die Infrastruktur, aber auch für erfolgreiches Marketing wünscht sich die Founder einen strategischen Partner mit Größe, Kapital und Reichweite. Eines der nächsten großen Ziele ist auch die Erschließung neuer Ländermärkte, denn aktuell ist whytes.co nur in der DACH-Region vertreten. Immerhin kommen weiße T-Shirts wirklich nie aus der Mode. 

Bist Du neugierig geworden? Noch mehr über das D2C-Geschäftsmodell von whytes.co, die aktuellen Herausforderungen für die eigenfinanzierte 1-Produkt-Brand und die nächsten Schritte des Labels erfährst du in der 99. Folge unseres K5 Podcasts ChefTreff.

 

*Werbepartner*

Valantic

 

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