Storytelling – der Weg zum erfolgreichen D2C

Mai 11, 2021 | Beauty, Content Marketing, Fashion, Home, Marketing

Hochwertiger, nachhaltiger und trotzdem bezahlbarer Modeschmuck ist schwer angesagt. Immer mehr Startups setzen auf diesen Trend und wollen ihre Produkte mit einem D2C Modell vermarkten. Doch je mehr Labels auf den Markt kommen, desto höher ist der Wettbewerb. Umso mehr muss nach Strategien und Konzepten gesucht werden, die helfen sich von der Masse abzuheben und erfolgreich zu werden. Wie D2C erfolgreich funktionieren kann und man dabei selbst Trendsetter wird, zeigt die Brand PURELEI. Die Marke setzt auf die Strategie Storytelling via Instagram. Alisa Jahnke, der Kopf hinter der Storytelling Brand, stellen wir Euch hier vor und geben hilfreiche Tipps für ein erfolgreiches, modernes Social Media D2C-Konzept.

 

Storytelling D2C Social Media

© PURELEI

Mit Aloha zum Durchbruch

Alisa Jahnke dürfte nicht mehr nur den Branchenkennern ein Begriff sein. Sie ist Co-Founderin und Gesicht des Schmucklabels PURELEI. Die Endzwanzigerin gründete das Unternehmen während ihres Masterstudiums mit ihrem jetzigen Mann Frederik Jahnke und Etienne Espenner Ende 2016. Die Idee dazu kam ihr während eines Auslandssemesters auf Hawaii. 

 

Die Natur und Kultur der Inselgruppe inspirierten sie nicht nur für den Schmuck, sondern auch für den Brandnamen: PURELEI setzt sich aus dem englischen “pure” und dem Hawaiianischen “lei”, was die traditionelle Blumenkrone ist, zusammen. Der Name, der Natürlichkeit und Fröhlichkeit ausstrahlen soll, ist auch Teil der Brand Identity. Sowohl intern, als auch extern will PURELEI die “Aloha”-Kultur vermitteln. Was nichts anderes bedeutet, als offen und bewusst miteinander und mit der Natur umzugehen. Eine Thematik, die heutzutage stark ins Bewusstsein rückt und die Generation von Consciousness und (Self-) Love & Sustainability prägt. 

 

Der Name ist aber nicht nur Firmenkultur, sondern auch Teil der Marketing-Strategie, die in Form von Storytelling auf den sozialen Netzwerken, vornehmlich auf Instagram, umgesetzt wird. Dieses Konzept ist maßgeblich für den Erfolg von PURELEI verantwortlich. Der Schmuck wird mit persönlichen, malerischen Geschichten emotional gefüttert. Den Kundinnen wird nicht mehr einfach nur ein Produkt präsentiert. Um ein Schmuckstück oder Kollektion wird eine ganze Geschichte erzählt und somit den Ketten und Ringen Leben eingehaucht und eine Persönlichkeit gegeben. Mit der spezifischen “Aloha”-Thematik, die, wie bereits erwähnt, Liebe zu Mensch und Natur bespielt, liegt das Storytelling im Trend und trifft den Nerv der Zeit.

 

D2C Social Media Storytelling K5

Auf dem Instagram-Account des Schmucklabels sieht man schnell, dass es nicht um bloße Produktvermarktung geht. Hier wird ein Lebensgefühl transportiert und Geschichten erzählt.

 

 

Ein untrennbares Paar: Social Media und Storytelling

Storytelling als Marketing-Strategie hat eine lange Tradition. Seitdem es Werbung gibt, wird dieses Stilmittel verwendet, um Produkte an die Kundschaft zu bringen. Die Social Media Kanäle, insbesondere das fotostarke Instagram, bieten dafür eine moderne Plattform, um die Erzählungen zu transportieren. Neben der Werbegestaltung, bietet Instagram auch direkten Zugang zu den Kunden. So wird D2C heutzutage leicht gemacht. Nun um so mehr, da Shopping über den Kanal machbar ist. Direkterer Kundenzugang als über die Plattform ist derzeit gar nicht möglich.

 

 

Von Anfang an hat PURELEI mit Influencerinnen kooperiert und somit schneller eine größere Reichweite erreicht. Die deutsche Bloggerin Leonie Hanne ist international bekannt. Aktuell hat sie auf Instagram über 3 Mio. Abonnenten.

 

 

Influencer Marketing als Teil des Storytellings

Wenn man die Social Media Channels für seine Marke verwendet, kommt man kaum um das Thema Influencer-Marketing herum. PURELEI setzt auf Kooperationen mit Bloggerinnen und Influencerinnen.  Alisa hat in ihren Anfängen Schmuck an Insta-Größen geschickt, die bereits eine große Reichweite zur Vermarktung hatten. Dadurch steigerte sich auch die eigene Popularität. Die Wirksamkeit solcher Kooperationen ist also nicht zu unterschätzen, denn “was mein Lieblingsstar hat, will ich auch”. Doch hier wird nicht nur auf die Popularität der Influencerinnen geachtet, sondern auch auf das jeweilige Image. Die Insta-Stars müssen zur Brand Identity passen, damit sie dem Storytelling entsprechen und so die Markenbotschaft weiter straight funktioniert. Es ist unschwer zu erkennen, dass PURELEI den Fokus auf junge Frauen mit einem modernen und gesunden Lifestyle setzt. 

Patrizia Palme gehört zu den einflussreichsten Influencerinnen in Deutschland. Aktuell folgen ihr auf Instagram über 411 Tsd. Abonnenten.

 

D2C – Das Erfolgsrezept

Das Modeschmuck-Unternehmen hat sich auf ein D2C Business spezialisiert. Sowohl die Vermarktung wird mithilfe der Social Media Channels direkt an den Kunden gebracht, als auch der Verkauf läuft direkt über den firmeneigenen Online-Shop. Zusätzlich ist die Brand selbstfinanziert. Wie man heutzutage ein Direct to Consumer Business erfolgreich aufbaut, sieht man an ihrem Storytelling, das durch Instagram und Co. direkt an die Zielgruppen transportiert wird. Mit persönlichen Geschichten, zeitgemäßen Themen und attraktivem Content baut das Label Beziehungen zu den Kundinnen auf und formt eine Community. Die Brand ist nicht mehr nur ein Produkt oder eine Marke, sondern ein Gefühl, ein Vibe, mit dem man sich identifizieren kann. Persönliche Geschichten und Emotionen kurbeln den Verkauf an. Das Storytelling folgt einer geraden, klaren Linie. Für die Kundschaft muss sichtbar sein, um was es geht, damit sie sich mit der Marke identifizieren kann. Bei PURELEI erkennen sich die Kundinnen in dem fröhlichen, Mensch und Natur liebenden Aloha-Feeling wieder. Eine Kette von der Marke zu tragen, wird also zum bewussten Statement.

Auch bei der Wahl der Influencer muss geguckt werden, ob sie in das Storytelling passen und die angespielte Zielgruppe nicht verfehlen. Bei PURELEI sieht man daher verstärkt Kooperationen mit jungen Frauen, die einen nachhaltigen und bewussten Lifestyle repräsentieren. Man sollte also mit Influencern zusammenarbeiten, die selbst der gewünschten Zielgruppe entsprechen und mit denen sich das Klientel identifizieren kann.

 

purelei storytelling

Co-Founderin Alisa Jahnke zeigt sich auf dem PURELEI Account öfters selbst, um der Marke mehr Persönlichkeit zu verleihen.

 

 

Personal Branding

Alisa Jahnke, die zugleich das Gesicht ihrer Marke ist, geht noch einen Schritt weiter und macht Direct to Consumer noch direkter. Die Co-Founderin von PURELEI setzt auf Personal Branding, um (noch) mehr Vertrauen zur Kundschaft aufzubauen. Die Kundin war von Anfang an involviert und konnte mittels Live-Videos den Gründungsprozess, diverse Schmucklaunches und Kooperationen mit Influencerinnen hautnah mitverfolgen. Auch in Entscheidungsfragen wird die Fanbase mit einbezogen. “Die Kunden geben einem immer die richtige Antwort”, so die Co-Gründerin, die in den Anfängen ihre Kundinnen sogar persönlich angerufen hat, um Feedback zu erhalten. Mit diesem D2C-Modell fährt das Unternehmen so gut, sodass es 4 Jahre nach der Gründung einen Umsatz im zweistelligen Millionenbereich und über 100 000 aktive Kundinnen verbuchen kann. Die Unternehmensgröße ist mittlerweile auf 130 Leute angewachsen, wovon sich allein 25-30 Leute nur mit Content und Social Media beschäftigen. Und die Suche nach Personal geht weiter. Denn ihre Kernkompetenz Social Media Trendsetter zu sein, wollen sie sich auch in Zukunft bewahren.

 

 

 

Key Learnings D2C:

1.Bei Vermarktung und Verkauf von Lifestyle-Produkten funktioniert Instagram durch den Fokus auf Fotografie und Video am besten. In Szene gesetzte Produkte erzählen ohne Worte, aber durch Bildsprache und regen die Sinne und Empfindungen der Kundinnen an. Zudem ist Instagram der meistgenutzte Channel der beliebtesten Kernzielgruppe (20-45 Jahre).

 

2. Geradliniges Storytelling: Welche Botschaft soll vermittelt werden? Mit zu vielen verschiedenen Themen können sich die Kundinnen und Followerinnen nicht identifizieren

 

3. Bei der Wahl der Kooperationen Zielgruppe und Storytelling ebenfalls berücksichtigen. Nur mit Influencerinnen und anderen Marken zusammen arbeiten, welche die Werte des Unternehmens verkörpern und teilen.

 

4. Personal Branding: Der Kunde ist nicht nur Käufer, sondern dein Freund. Wenn die Kundinnen mitentscheiden können, hilft es einerseits das Produkt zu verbessern und den Käuferinnen anzupassen. Andererseits fühlen sich Fans mit einbezogen und ernst genommen. Eine Bindung entsteht und Kundinnen sind gewillter zu kaufen und die Produkte weiterzuempfehlen.

 

Von Lena-Maria Stahl

 

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