Digital Fashion: Der Sci-Fi Kleiderschrank

Nov 16, 2021 | E-Commerce Insights, Fashion, Home, K5 Insights

Spätestens seit der Namensänderung von Facebook Inc. zu Meta Platforms Inc. sind die Begriffe Metaverse und NFT in aller Munde. Der Begriff Metaverse stammt aus dem Science-Fiction-Roman Snow Crash von Neal Stephenson. Dieser zeichnet das Bild einer dystopischen Zukunft, in der sich Menschen vor der tristen Realität in eine virtuelle Welt flüchten. 

 

Die Idee eines virtuellen Lebensmittelpunkts ist heute nicht mehr abwegig. Für viele Menschen hat sich ein Großteil des Alltags in die Digitalität verlagert. Hier kommen die Non-Fungible Tokens (NFTs) ins Spiel. Ein NFT ist eine einzigartige Dateneinheit. Diese Dateneinheiten werden in sogenannten Blockchains, eine Art virtueller Lagerraum, gespeichert. Sie werden vor allem verwendet, um die Besitzverhältnisse eines digitalen Objekts eindeutig auszuweisen. So gibt es ein Original, das von Kopien unterschieden werden kann. 

 

Man kann es mit einem digitalen Gemälde vergleichen. Dieses kann auf virtuellen Marktplätzen erworben und wieder verkauft werden. Hat es den Besitzer gewechselt, so wird dies mittels NFT eindeutig und nachweisbar festgehalten. So kann das Original und sein Eigentümer immer bestimmt werden, auch wenn diverse Kopien existieren. 

 

 

Mode im virtuellen Raum

 

Neben der Kunst finden auch andere Aspekte des Lebens im digitalen Kosmos ihren Platz. Denn auch hier besteht die Möglichkeit die eigene Persönlichkeit, Stimmung und Meinung auszudrücken und nach außen zu tragen. Dass neben Kunst und Musik auch die Mode ihren Weg in das digitale Leben gefunden hat, liegt also nahe. 

Mit Outfits für Videospiel-Avatare hat es begonnen und entwickelt sich nun zu einer neuen Ebene der Fashion Welt. 

 

 

 

Was der Ferrari in der Garage ist, ist das Fashion NFT auf dem PC

 

Früher fand man ausgefallene, nahezu untragbare Mode auf den Laufstegen der Welt und wurde als Haute Couture bezeichnet. Dabei geht es Designern auch in der Digital Fashion nicht um tragbare, alltagstaugliche Mode, sondern um ausgefallene Kreationen. 

 

Unternehmen wie DressX oder The Fabricant verkaufen ausschließlich digitale Mode. Dort findet sich alles – von klassischen Designs bis hin zu ausgefallenen Kreationen, die physikalisch unmöglich scheinen. Und auch im Bereich Digital Fashion haben sich NFTs etabliert. The Fabricant verkauft beispielsweise ausschließlich NFT-Fashion. Die Stücke können also nicht immer oder beliebig oft erworben werden. Das Unternehmen spricht vor allem Nutzer*innen von Virtual Reality Plattformen wie Decentraland an.

 

 

Digital Fashion präsentiert auf der Seite von Dressx

Dieses Kleid gibt es bei DRESSX ausschließlich digital.

 

DressX hingegen bietet die virtuelle Kleidung fast ausschließlich innerhalb eines Online-Shop-Konzepts an. Die Designs können jederzeit erworben und “angezogen” werden. DressX bietet für viele Kreationen sogar eine Anprobe über Augmented Reality an. Nach dem Kauf laden Kund*innen passende Bilder hoch und das Unternehmen übernimmt mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms das virtuelle Anziehen. 

 

Besonders Content Creator können von dieser Form der Digital Fashion profitieren. Denn die rein virtuelle Existenz eines Outfits macht es nicht nur unkomplizierter, sondern auch nachhaltiger. Es wird kein Material benötigt, um die Kleidung herzustellen. Zudem entstehen keine physischen Fehlkäufe, die Retouren verursachen. Digital Fashion macht es also möglich alles an- und auszuprobieren. 

 

 

 

Funktioniert digitale Mode?

 

Digital Fashion schließt dennoch einen Aspekt aus, der mit Mode verbunden wird. Die rein virtuelle Existenz braucht weder Stoffe, noch das Wissen über das Verhalten von Baumwolle im Vergleich zu Seide. Ob sich ein Stoff angenehm tragen lässt ist irrelevant. Es spielt keine Rolle, ob ein Hose richtig sitzt oder eine Jacke wasserabweisend ist. Virtuelle Mode wirkt wie die bildhafte Darstellung einer Idee, die aber nie real wird. 

 

Allerdings steckt hinter Digital Fashion eine Technik, die es zu beobachten gilt. Denn in Kombination mit Augmented Reality ließe sich eine virtuelle Umkleidekabine erstellen. Davon würden sowohl etablierte Brands als auch Kund*innen profitieren, auf wirtschaftlicher wie auf nachhaltiger Ebene. 

Zudem können Händler und Brands virtuelle Mode für sich nutzen. Denn was heute ein Social Media Trend ist kann innerhalb kürzester Zeit zum It-Piece werden. Es bleibt abzuwarten, ob sich Digital Fashion im Alltag etablieren oder ein nettes Gadget bleiben wird.

 

 

Von Katrin Grieser

 

 

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